
8. Dezember
Kristine Bilkau, Halbinsel (Luchterhand)
Es war mein erstes Buch von Kristine Bilkau und ich mochte es sehr. Ich habe es als Hörbuch gehört, sehr gut vorgelesen von Isabelle Redfern.
Annett ist Ende vierzig, hat früh ihren Mann verloren und lebt allein am Wattenmeer, seit ihre Tochter Linn erwachsen geworden und ausgezogen ist.
Als Linn während eines Vortrags auf einer Tagung zusammenbricht und ins Krankenhaus gebracht wird, reist Annett voller Sorge hinterher und holt ihre Tochter nach Hause, zur Erholung für ein paar Tage. Daraus werden Wochen und Monate. Annett will verstehen, wo Linns Problem genau liegt, damit sie der Tochter helfen kann, wieder in die Spur zu kommen, schließlich ist sie eine erfolgreiche Klimaschützerin. Doch Linn entzieht sich dieser Logik von Karriere und will aus ihrem bisherigen Leben ausbrechen. Das bringt Annett dazu, ihr eigenes Leben noch einmal genau anzuschauen, die lange verdrängten Ängste zu erkennen und auch die Mutter-Tochter-Beziehung neu zu begreifen.
Kristine Bilkau erzählt das alles unaufgeregt und mit ganz feiner Präzision. Dafür hat sie den Preis der Leipziger Buchmesse 2025 erhalten.
#marensadventskalender2025



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