
21. Dezember
Gil Ribeiro, Lost in Fuseta (Kiepenheuer & Witsch, Hörbuch im Argon Verlag, großartig gelesen von Andreas Pietschmann)
Diese Krimireihe, die ich nur in Form von Hörbüchern kenne, – und liebe – hat mich in diesem Jahr begleitet und gepackt. Bin nun leider schon bei Band 7.
Inzwischen ist sie mir ans Herz gewachsen, die kleine Polizeitruppe an der Algarve: Allen voran Leander Lost, der Polizist mit Asperger Syndrom, der durch ein Austausch-Programm von Hamburg an die Algarve kam und dort heimisch geworden ist. Er verfügt über besondere Eigenschaften, wie ein fotografisches Gedächtnis und die Fähigkeit, an Mikro-Expressionen zu erkennen, ob jemand lügt oder die Wahrheit sagt. Dafür kann er selbst gar nicht lügen und hat Skrupel, Regeln zu verletzten. Seine Kolleginnen und Kollegen, die sich im ersten Band noch die Haare rauften über Leanders Eigenarten, haben diese inzwischen nicht nur akzeptiert sondern begriffen: Auch sie haben besondere Fähigkeiten und individuelle Grenzen. Mit Leander Lost versteht man die tiefere Bedeutung des Wortes „andersfähig“.
Es steckt also viel Psychologie und viel Beobachtung menschlicher Verhaltensweisen in diesen Büchern. Außerdem sind die Kriminalfälle gut konzipiert und spannend erzählt.
Und letztlich schildert Holger Karsten Schmidt, alias Gil Ribeiro so eindrücklich das Licht an der Algarve, den Duft der Wälder und die köstlichen Gerichte, dass ich zur Zeit versuche, meinen Mann zu überreden, einmal an der Algarve Ferien zu machen. Da er auch ein Fan von „Lost in Fuseta“ ist, ist das glücklicherweise gar nicht so schwieirg…
#marensadventskalender2025



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