
18. Dezember
Zwölf Zimmer für sich allein. Zwölf Schriftstellerinnen im Gespräch. Paris Review Interviews (Kampa Verlag)
1953 gründeten ein paar junge US-amerikanische SchriftstellerInnen in Paris die Paris Review, eine Literaturzeitschrift, die Texte abdruckte und junge Talente förderte. Vor allem aber etablierte die Zeitschrift eine Interview-Reihe, die bis heute berühmt ist. 12 dieser Interviews – alle mit hochkarätigen Autorinnen – versammelt dieser Band und jedes Gespräch ist eine Perle. Es sind Gespräche auf Augenhöhe, in denen beide Seiten vertrauensvoll Einblick in ihr Denken und Schaffen geben. Nebenbei ist es auch ein Buch, das großes Vergnügen bereitet. Dorothy Parker beschwert sich, dass die Leute schon lachen, wenn sie nur den Mund aufmacht und auf die Frage nach ihrer Antriebsfeder fürs Schreiben antwortet sie: „Geldmangel, Liebes.“ Tania Blixen erklärt ihre große Belesenheit so: „In der Tat. Ich bin dreitausend Jahre alt und habe mit Sokrates zu Abend gegessen.“ Und von Joan Didion erfahren wir, dass sie kurz vor dem Abschluss eines Romans mit dem Manuskript im selben Raum schlafen muss. Diese Interviews sind so voller Leben und Esprit, man könnte sie auch auf die Bühne bringen, vielleicht macht das mal jemand. Ich hab jede Seite dieses Buches genossen.
#marensadventskalender2025



Schreibe einen Kommentar