
ZeitZeichen vom 30.11. 2025
Schuldig oder nicht schuldig – diese Frage beschäftigt die Menschen seit Kain und Abel. Da die meisten Verbrechen ohne Zeugen begangen werden, ist es nicht immer leicht, den Schuldigen zu überführen. Im Mittelalter hatte man für solche Fälle ein sehr beliebtes Mittel: Das Gottesurteil. Die Wasser-, Kessel- oder Feuerprobe sollte zeigen, wer sich schuldig gemacht hatte und wer unschuldig war. Dabei lag die Verantwortung beim Allerhöchsten, und der irrte sich ja nicht … oder doch?
Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
- Prof. Matthias Becher, Institut für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Bonn
- Prof. Arnold Angenendt, Theologe und Kirchenhistoriker an der Universität Münster († 2021)
- Arnold Angenendt: Geschichte der Religiosität im Mittelalter, Freiburg 2009
- Peter Dinzelbacher: Lebenswelten des Mittelalters, Badenweiler 2010
- Peter Dinzelbacher: Das Fremde Mittelalter. Gottesurteil und Tierprozess, Essen 2006
- Wolfgang Schild: Alte Gerichtsbarkeit, München 1980
Redaktion: Ronald Feisel und David Rother



Schreibe einen Kommentar